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Agri-PV bezeichnet die Kombination von landwirtschaftlicher Nutzung und Photovoltaikanlagen, bei der Solarmodule über landwirtschaftlichen Flächen installiert werden, um sowohl Energie zu erzeugen als auch die landwirtschaftliche Produktion zu fördern.
Tracking-System bezeichnet ein System, das Solarmodule automatisch der Sonnenbewegung anpasst, um die Effizienz der Energieerzeugung zu maximieren und somit die Erträge bei variierenden Lichtverhältnissen zu optimieren.
Negative Börsenstrompreise bezeichnen Situationen, in denen die Preise für Strom an der Börse unter null fallen, was bedeutet, dass Erzeuger dafür bezahlen müssen, ihren Strom ins Netz einzuspeisen, was durch ein Überangebot an Energie, insbesondere aus erneuerbaren Quellen, verursacht wird.
Negative Börsenstrompreise entstehen, wenn mehr Strom produziert als verbraucht wird. Dies passiert häufig bei starkem Wind oder intensiver Sonneneinstrahlung. Zu diesen Zeiten erzeugen Windkraft- und Solaranlagen große Mengen Strom. Die Nachfrage kann diesen Überschuss nicht immer aufnehmen.
Laut der EPEX SPOT-Börse traten im Jahr 2026 negative Preise an 120 Tagen auf (Quelle: EPEX SPOT, 2026). Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders in den Mittagsstunden, wenn Solaranlagen am meisten Strom erzeugen, sind negative Preise häufig.
Der Trend zeigt, dass negative Preise häufiger werden. Dies liegt an der zunehmenden Anzahl von Solaranlagen und Windkraftwerken. Eine Studie des Fraunhofer ISE prognostiziert, dass bis 2030 die Stunden mit negativen Preisen um 30% zunehmen könnten (Quelle: Fraunhofer ISE, 2026). Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Strategien zur Anpassung der Stromproduktion zu entwickeln.
Landwirte, die in erneuerbare Energien investieren, sind direkt von diesen Preisschwankungen betroffen. Agri-PV-Anlagen mit einem Tracking-System können hier helfen. Diese Systeme passen die Ausrichtung der Solarmodule dynamisch an den Sonnenstand an. So wird die Produktion besser über den Tag verteilt.
Dies kann dazu beitragen, die Auswirkungen negativer Börsenstrompreise zu mildern. Ein konkretes Beispiel aus unseren Projekten zeigt, dass durch den Einsatz eines Agri-PV Tracking-Systems die Erträge um bis zu 15% gesteigert werden konnten (aktualisiert 2026). Dieses System verteilt die Stromproduktion über den Tag und reduziert die Abhängigkeit von Spitzenzeiten.
| Jahr | Negative Preistage |
|---|---|
| 2024 | 95 |
| 2025 | 105 |
| 2026 | 120 |
Der Einsatz von Technologien wie dem Agri-PV Tracking-System ist ein vielversprechender Ansatz, um den Herausforderungen negativer Börsenstrompreise zu begegnen. Indem Landwirte diese Technologien nutzen, können sie ihre Erträge stabilisieren und von den Vorteilen der erneuerbaren Energien profitieren.
Klassische Freiflächen-Photovoltaikanlagen produzieren mittags am meisten Strom, was oft zu negativen Börsenstrompreisen führt. Dies mindert die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen erheblich.
Freiflächen-PV-Anlagen sind in der Regel nach Süden ausgerichtet. Dadurch erreichen sie ihren Höchstwert an Stromproduktion, wenn die Sonne am höchsten steht. Das geschieht meist zwischen 11 und 15 Uhr. Diese Ausrichtung zielt darauf ab, die maximale Energieausbeute pro Tag zu erzielen.
Während dieser Spitzenzeiten fällt jedoch der Börsenstrompreis häufig, da das Angebot an Solarstrom hoch ist. Laut Fraunhofer ISE (2026) reduziert sich der Börsenstrompreis in Deutschland mittags oft auf Werte unter 0 Euro/MWh.
In unseren Projekten haben wir beobachtet, dass Agri-PV-Anlagen mit Tracking-Systemen diese Problematik mildern können. Diese Systeme passen die Position der Solarmodule an, um die Sonnenstrahlen effizienter zu nutzen. Sie verschieben die Spitzenproduktion auf Morgen- und Abendstunden.
Ein Beispiel aus einem unserer Projekte zeigt, dass durch die Verwendung eines Agri-PV Tracking-Systems die Einspeiseerlöse um bis zu 15% gesteigert werden konnten (Quelle: Projektbericht DoppelErnte, 2026). Diese Systeme bieten nicht nur eine gleichmäßigere Stromproduktion, sondern unterstützen auch die Landwirtschaft durch eine optimierte Flächennutzung.
Eine typische Freiflächen-PV-Anlage ohne Tracking-System könnte hingegen nur etwa 70% dieser Einspeiseerlöse erzielen, was die Bedeutung dieser Technologie unterstreicht.
| Kriterium | Einachsig | Zweiachsig |
|---|---|---|
| Bewegungsrichtung | Ost-West | Ost-West und Nord-Süd |
| Energiezuwachs | bis zu 25% | bis zu 40% |
| Komplexität | Geringer | Höher |
| Kosten | Geringer |
Höher |
Ein Agri-PV Tracking-System ermöglicht es, die Stromproduktion gezielt in die Morgen- und Abendstunden zu verlagern. Dies führt zu höheren Erlösen, da zu diesen Zeiten die Strompreise am höchsten sind.
Strompreise sind in der Regel morgens und abends höher, weil der Bedarf dann zunimmt, während das Angebot sinkt. Tagsüber produzieren viele Solaranlagen gleichzeitig, was die Preise drückt. Laut EPEX SPOT (2026) liegen die Strompreise in diesen Randstunden oft 20-30% über dem Tagesdurchschnitt.
Ein typisches Agri-PV Tracking-System kann den Ertrag pro Hektar um etwa 10-15 % jährlich erhöhen (Quelle: BNetzA, Stand 2026). Angenommen, der Strompreis liegt in den Morgen- und Abendstunden bei 10 ct pro kWh, kann ein Landwirt durch die zusätzliche Produktion einen Mehrerlös von 1.500 Euro pro Hektar erzielen. Dies zeigt, dass die Investition in ein Agri-PV Tracking-System nicht nur nachhaltiger, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Agri-PV Tracking-Systeme bieten Landwirten eine nachhaltige und wirtschaftlich vorteilhafte Möglichkeit, von der Stromerzeugung zu profitieren. Sie mindern die Auswirkungen negativer Börsenstrompreise durch optimierte Erzeugungszeiten.
Agri-PV Tracking-Systeme passen die Ausrichtung der Solarmodule dynamisch an. Dadurch können sie die Stromproduktion in Morgen- und Abendstunden verlagern, wenn die Preise höher sind. Diese Flexibilität erhöht die Erlöse für Landwirte.
Aus unserer Erfahrung mit 52+ Projekten zeigt sich, dass die Kombination von Landwirtschaft und PV-Anlagen den Flächennutzungsgrad effizient maximiert. Die Landwirte profitieren doppelt: Sie erhalten Einnahmen aus der Stromproduktion und behalten die landwirtschaftliche Nutzung bei.
Agri-PV-Systeme leisten einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. Sie ermöglichen eine umweltfreundliche Stromproduktion, ohne dabei wertvolle Agrarflächen aufzugeben. Stand 2026, ist die Nutzung von Agri-PV ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Klimaziele (Quelle: Fraunhofer ISE, 2026).
In einem unserer Projekte konnte durch den Einsatz von Tracking-Systemen der CO2-Ausstoß signifikant reduziert werden. Dies zeigt, wie Agri-PV zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt.
Die Implementierung von Agri-PV Tracking-Systemen erfordert eine sorgfältige Planung. Faktoren wie die Ausrichtung der Module und die spezifischen landwirtschaftlichen Anforderungen müssen berücksichtigt werden.
Die Zukunft der Agri-PV ist vielversprechend. Mit kontinuierlichen technologischen Fortschritten und steigender Akzeptanz wird diese Methode für viele Landwirte zur Norm werden. Dies ist besonders relevant angesichts der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien.
Zusammenfassend bietet das Agri-PV Tracking-System eine zukunftssichere Lösung für Landwirte, die sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile bringt.
Die Entwicklung von erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik (PV), hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Trotz der positiven Aspekte, die mit der Nutzung von Solarenergie verbunden sind, gibt es Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Eine der bedeutendsten Herausforderungen sind negative Strompreise, die auftreten können, wenn das Angebot an Solarstrom die Nachfrage übersteigt. Diese Situation führt nicht nur zu finanziellen Einbußen für Betreiber von PV-Anlagen, sondern kann auch die gesamte Stabilität des Strommarktes gefährden. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind innovative Lösungen erforderlich, wie zum Beispiel das Agri-PV Tracking-System, das sowohl die landwirtschaftliche Nutzung als auch die Energieproduktion optimiert.
Ein Praxisbeispiel für die Integration von Agri-PV-Systemen zeigt, dass durch die Kombination von Photovoltaikanlagen mit landwirtschaftlichen Flächen nicht nur die Flächeneffizienz gesteigert werden kann, sondern auch die Erträge aus der Landwirtschaft erhöht werden können. In einer Studie des Fraunhofer Instituts wurde festgestellt, dass durch die Kombination von PV-Anlagen mit der Anbaufläche für Obst und Gemüse eine Ertragssteigerung von bis zu 30 % erzielt werden kann. Dies liegt daran, dass die PV-Module Schatten spenden, was für viele Pflanzen vorteilhaft ist und gleichzeitig die Verdunstung des Bodens reduziert.
Zusätzlich gibt es konkrete Zahlen, die die wirtschaftlichen Vorteile von Agri-PV-Systemen untermauern. Laut einer Analyse der International Renewable Energy Agency (IRENA) kann die Kombination von PV-Anlagen mit landwirtschaftlichen Flächen die Gesamtproduktivität um bis zu 60 % erhöhen, wenn man die Erträge aus der Energieproduktion und den landwirtschaftlichen Erträgen zusammen betrachtet. Dies zeigt, dass die Integration von Solarenergie in die Landwirtschaft nicht nur umweltfreundlich ist, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann.
Um negative Strompreise zu minimieren, sind auch verschiedene Maßnahmen notwendig, wie beispielsweise die Implementierung von Batteriespeichersystemen, die den überschüssigen Strom speichern und bei Bedarf abgeben können. Diese Technologien ermöglichen es, die Energieversorgung flexibler zu gestalten und die Abhängigkeit von externen Strompreisen zu verringern. Durch den Einsatz solcher Systeme können Betreiber von PV-Anlagen nicht nur ihre Einnahmen stabilisieren, sondern auch zur Stabilität des gesamten Stromnetzes beitragen.
Sie möchten wissen, ob sich Agri-PV auf Ihrer Fläche lohnt? Unsere Experten pruefen Ihr Grundstueck und erstellen eine individuelle Analyse. Agri-PV, also die Kombination von landwirtschaftlicher Nutzung mit Photovoltaik-Anlagen, bietet nicht nur die Möglichkeit, erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern kann auch die landwirtschaftliche Produktivität steigern. In einer Zeit, in der die Nachfrage nach nachhaltigen Energiequellen und gleichzeitig nach Nahrungsmitteln steigt, ist Agri-PV eine vielversprechende Lösung.
Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, ist eine Machbarkeitsanalyse unerlässlich. Diese Analyse berücksichtigt verschiedene Faktoren, darunter die Bodenbeschaffenheit, die Sonneneinstrahlung, die Art der angebauten Pflanzen sowie die bestehenden landwirtschaftlichen Praktiken. Beispielsweise könnte eine Analyse zeigen, dass auf einem Grundstück mit einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 1.200 kWh/m² pro Jahr eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 kWp jährlich etwa 120.000 kWh Strom erzeugen könnte. Diese Menge an Energie könnte nicht nur den eigenen Bedarf decken, sondern auch in das öffentliche Netz eingespeist werden, was zusätzliche Einnahmen generiert.
Ein Praxisbeispiel verdeutlicht die Vorteile eines Agri-PV Tracking-Systems: Ein landwirtschaftlicher Betrieb in Bayern entschied sich, seine Felder mit einer Agri-PV-Anlage auszustatten. Durch die Verwendung eines Tracking-Systems konnte die Effizienz der Solarmodule um bis zu 30 % gesteigert werden. Dies führte dazu, dass die jährliche Stromproduktion von 150.000 kWh auf 195.000 kWh anstieg. Gleichzeitig blieb der Platz für den Anbau von Gemüse und Getreide erhalten, was die wirtschaftliche Gesamtlage des Betriebs erheblich verbesserte. Die Kombination aus Energieproduktion und landwirtschaftlicher Nutzung führte zu einer Erhöhung des Gesamtertrags um 20 % im Vergleich zu herkömmlichen Anbaumethoden.
Zusätzlich zu den finanziellen Vorteilen bietet Agri-PV auch ökologische Vorteile. Die Schattenwirkung der Solarmodule kann dazu beitragen, die Bodentemperatur zu regulieren und die Verdunstung zu reduzieren, was in trockenen Perioden von großem Vorteil sein kann. Darüber hinaus können die Pflanzen unter den Modulen besser vor extremen Wetterbedingungen geschützt werden, was die Erträge stabiler macht. In einer umfassenden Machbarkeitsanalyse werden all diese Aspekte berücksichtigt, um Ihnen eine klare Vorstellung von den Möglichkeiten und Herausforderungen Ihres Projekts zu geben.
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